Kategorie: Ernährung

Probiotika

Probiotika – für das Leben

Probiotische Futtermittel sollten regelmäßig gefüttert werden, denn die Bakterienstämme im Darm sind „Nomaden“. Das heißt, sie siedeln nur für kurze Zeit im Darm und werden dann ausgeschieden.

Nur wenn immer genug von ihnen vorhanden sind, können sie den Anteil an schädlichen Bakterien im Darm in Grenzen halten.

Um diese gesunden Bakterien im Darm zu unterstützen, stehen uns eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung. Zum einen sind Fermentationsprodukte aufgrund ihrer Zusammensetzung für eine gesunde Darmflora wie geschaffen, da sie die gesunden Bakterien im Darm nähren und schützen. Das saure Milieu, welches durch die fermentierten Auszüge aus Pflanzen unterstützt wird, gibt den „bösen“ Bakterien kaum eine Chance zum Überleben. Andererseits schafft es ideale Grundlagen für beispielsweise Lactobazillen, welche dieses saure Milieu dringend zum Überleben benötigen.


Desweiteren spielt die Art der Ernährung bezüglich der Ballaststoffe eine herausragende Rolle. Die Aktivität der Probiotika (der fermentierten Auszüge) wird gezielt angeregt, der Darm in seiner Verdauungsfunktion in Anspruch genommen, gestärkt und die Resorptionsfähigkeit von Mineralien erhöht. In diesem Zusammenhang ist insbesondere das Inulin herauszustellen. Es steigert die Darmfunktion durch eine Erhöhung der Darmperistaltik und fördert das Wachstum der Dickdarmflora.

Die Wirkung der Darmflora, also der gesunden Keime im Darm, spielt für die Gesundheit eine tragende Rolle. So wird durch die Verdrängung der krankmachenden Bakterien durch die gesunden nicht nur das Immunsystem unterstützt und gestärkt, sondern die Aufnahme und Bereitstellung lebenswichtiger Nährstoffe überhaupt erst ermöglicht. Die Darmflora übernimmt unter anderem die Aufgabe der Vitaminbildung. Hier ist insbesondere Vitamin B herauszustellen, welches für gesunde Haut, die Blutbildung und zur Ernährung der Nerven unerlässlich ist.

Um alle Nährstoffe in ausreichendem Maße aufnehmen zu können, sollte der Verdauungstrakt über eine gesunde Fütterung gestärkt werden. Nur unveränderte Nahrungsmittel, frei von allen synthetischen Zusätzen, werden im Darm als lebensnotwendige Nährstoffe erkannt und über eine ausgeklügelte Schaltzentrale aufgenommen. Dieses erklärt sich durch bestimmte Rezeptoren, welche beispielsweise ein Vitamin oder Spurenelement aus der Nahrung erkennen und nur bei Bedarf aufnehmen. Im Gegensatz zu künstlichen (also synthetischen) Vitaminen wird also nicht über den Bedarf hinweg resorbiert, was bekanntermaßen für den Organismus große Probleme nach sich zieht. So kann ein Zuviel an fettlöslichen Vitaminen eine Vielzahl von Symptomen wie Übelkeit, Hautstoffwechselstörungen bis hin zu Knochenentkalkungen auslösen.


Diskutiert wird in diesem Zusammenhang auch das gehäufte Auftreten von Stoffwechselstörungen wie Ekzemen, Allergiebereitschaft bis hin zum Cushing. Erst seitdem wir unsere Hunde mit „Fertignahrung mit Zusatz von Vitaminen und Co.“ versorgen, hat die Rate dieser „Zivilisationskrankheiten“ enorm zugenommen.

Bei schon bestehendem gestörtem Stoffwechselgeschehen und Darmfunktionsstörungen hat sich eine ernährungsbedingte Funktionsunterstützung mit der Hilfe reiner Naturprodukte hervorragend bewährt. Durch ausgeklügelte Nahrungsergänzungen kann der Darm gereinigt, eine gesunde Darmflora aufgebaut und der Organismus in seiner Entgiftungsfunktion unterstützt werden.

In diesem Sinne bleibt nur noch zu sagen, dass sowohl für uns als auch für unsere Lieblinge gilt: „Du bist, was du isst“ – Nur durch eine gesunde, natürliche Ernährung kann der Organismus sich gesund erhalten.

Glyphosat

Glyphosat im Hundefutter

Wie verschiedene Medien in den vergangenen Tagen berichtet haben, enthält Hundefutter sehr oft das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat. Dies geht aus einer Veröffentlichung des Wissenschaftsmagazins ScienXX hervor. Die Forscher vermuten, dass die Spuren von Glyphosat über pflanzliche Ballaststoffe in das Futter gelangen. Auch wenn die Grenzwerte für den menschlichen Konsum in keinem Fall überschritten wurden, ist der Umfang nach Ansicht der Wissenschaftler durchaus besorgniserregend, zumal es für Tiere keine eigenen Grenzwerte gibt und sie vielfach deutlich weniger Gewicht ausweisen.

Wenn schon kaum Futter ohne Glyphosat auf dem Markt erhältlich ist, sollte man die Wirkung dieses Pflanzengiftes wenigstens so weit wie möglich eindämmen. Speziell angereicherte Humin-Komplexe auf der Basis erlesener Torf-Extrakte sollten hier das Mittel der Wahl sein.

Neben seinem vielfältigen Spektrum an natürlichen Mineralstoffen und Spurenelementen ist Torf reich an Huminsäuren, die in der Lage sind überschüssige Magensäure und Schadstoffe im Darm zu binden. Besonders interessant sind Huminsäuren aber gerade aufgrund ihrer Fähigkeit, Toxine und somit auch Glyphosat binden zu können. Diese gebundenen Produkte werden dann direkt über den Kot ausgeschieden und so ihre freie Verbreitung im Tierkörper erheblich vermindert.



Fazit

Natürliche Huminsäurekomplexe können die schädliche Wirkung von Glyphosat im Tierkörper erheblich einschränken und sollten daher in keiner Fütterung fehlen!

Purine

Der Dalmatiner und die Purine

Im Allgemeinen gehört der Dalmatiner zu den sehr gesunden Hunderassen, aber wie viele Hunde anderer Rassen hat auch der Dalmatiner seine Besonderheiten. Sein Besitzer sollte über diese Eigenheiten informiert sein, um eventuellen Krankheiten vorzubeugen und richtig handeln zu können.

Im Gegensatz zu seinen Artgenossen scheidet der Dalmatiner zu viel Harnsäure aus. Während es bei uns Menschen zur Gicht führen kann, kann es beim Dalmatiner zu Steinen in der Blase, der Niere oder des restlichen Urogenitalsystems sowie letztlich zum Nierenversagen kommen.


Dalmatiner haben genetische Veränderungen, die die Purinverarbeitung stören, sodass es zu einer vermehrten Harnsäureausscheidung kommt:

Purine sind letztendlich Eiweißbestandteile, genauer die Kerne (Erbinformation) der Zelle. Sie werden sowohl über die Nahrung aufgenommen als auch vom Körper selbst gebildet.

In der Leber werden diese Purine normalerweise erst zu Harnsäure und daraufhin zum wasserlöslichen Allantoin abgebaut, welches über die Nieren dann problemlos ausgeschieden wird. Im Gegensatz zum Allantoin kann Harnsäure nur schwer über die Niere ausgeschieden werden, denn Harnsäure ist nicht wasserlöslich, es kommt zu Ablagerungen.

Im Normalfall wird bei einem vermehrten Harnsäureanfall in den Nieren die Harnsäure wieder zurück ins Blut geleitet, um einen Umbau zu Allantoin zu ermöglichen. Jedoch ist auch diese Schaltzentrale bei dem Dalmatiner gestört. Somit erfolgt eine erhöhte – auch messbare – Harnsäureausscheidung über die Nieren. Der Harnsäurewert ist bei den Dalmatinern ca. doppelt so hoch wie bei anderen Rassen.


Aus diesem Grund sollten Sie bei der Fütterung Ihres Dalmatiners einige Regeln beachten.

  • Keine unnatürlich purinreiche Ernährung, d.h. keine ausschließliche Fütterung mit Innereien und Meeresfrüchten sowie der Haut von Geflügel, Schwein und Fisch. Purine sind vor allem in zellreichen Organen wie Leber, Nieren und Lunge enthalten.
  • Keine eiweißhaltige Zugabe zum Hundealleinfutter, wie z.B.: Fleisch, Dosenfutter, Trockenfleischprodukte, Kauartikel usw.
  • Aufgrund vielfacher Studienergebnisse sollte in der Ernährung vor allem auf nieren-bzw. stoffwechselbelastende synthetische Zusatzstoffe wie Lock-, Aroma- und Geschmacksstoffe, Antioxydantien, Konservierungsstoffe und letztendlich auch synthetische Vitamine verzichtet werden. Diese synthetischen Zusatzstoffe belasten insbesondere den Leber- und Nierenstoffwechsel unnötig und schwächen zusätzlich das komplette Immunsystem.

Idealerweise sollte dem Dalmatiner – wie jedem Hund – jederzeit ausreichend frisches Wasser zur Verfügung stehen und der Hund sich alle 4 bis maximal 6 Stunden lösen können, um die Blase „auszuspülen“. Konsequente Durchspülung kann durch Ausschwemmen von Nierengrieß der Entstehung von Nierensteinen vorbeugen.

Zudem gehen die Empfehlungen bzgl. des Zeitpunktes einer Kastration beim Rüden dahin, den Hund nicht vor dem 2. Lebensjahr kastrieren zu lassen, damit die Geschlechtsorgane sich normal entwickeln können und die Harnwege nicht unterentwickelt und klein bleiben. So kann einer Verlegung der Harnröhre durch Blasensteine (Notfall! Wenn der Hund Schmerzen beim Urinieren zeigt oder keinen Urin lassen kann, SOFORT zum Tierarzt!) und letztlich einem Nierenversagen vorgebeugt werden.


Kurzer Wegweiser Puringehalt

  • frei von Purinen: zelllose Nahrungsmittel wie Fette, Öle, Vitamine und Mineralstoffe
  • geringer Puringehalt: Ei, Milchprodukte, Kartoffel, Reis, Gemüse (keine Zwiebeln)
  • mittlerer Puringehalt: Fleisch, Leguminosen (Erbsen, Fisolen)
  • hoher Puringehalt: Fisch, Innereien (Pansen, Herz, Leber), Zunge, Fell und Haut

Fütterungsvarianten

Die Ernährung des Hundes

Ob trocken, ob nass, fertig gekauft oder selber zusammengestellt bis hin zu gekocht. Die Auswahl des richtigen Hundefutters stellt uns als Frauchen/Herrchen vor eine riesige Herausforderung. Wir alle lieben unsere Hunde und tragen auch die Verantwortung dafür, dass es ihnen an nichts fehlt. Jeder Hund ist anders. Und genauso individuell sollte auch das richtige Futter gesucht werden.

Extrudiertes Trockenfutter

Die meisten auf dem Markt erhältlichen Trockenfutter werden nach dem Extrusionsverfahren hergestellt. Dazu werden alle Zutaten zerkleinert und unter Wasserdampfzufuhr zu einem Brei vermischt. Durch Dampf und Reibungskräfte entstehen Temperaturen von bis zu 200°C, wodurch die Futtermasse gegart wird. Unter starkem Druck und hohen Temperaturen wird die Masse in einem speziellen Gerät (der Extruder) in die gewünschte Brockenform gepresst. Zum Schuss wird den Kroketten unter Wärme Wasser entzogen. Das Ergebnis ist fertiges Trockenfutter. Bei diesem Herstellungsverfahren sterben durch den großen Druck und die Hitze über sehr lange Zeit viele der natürlichen Vitamine und müssen künstlich im Nachhinein wieder hinzugefügt werden.

Das Futter quillt im Magen deutlich auf.


Kaltgepresstes Trockenfutter

Ähnlich wie beim Extrusionsverfahren werden die Rohstoffe miteinander vermischt und dann mit Druck durch eine formgebende Schablone gepresst. Bei diesem Verfahren wird auf die Dampfzufuhr verzichtet, sodass die Temperaturen bei der Herstellung nur ca. 40°C bis 80°C erreichen. Das Futter wird also nicht gegart, sondern „Kalt“ gepresst, wodurch ein größerer Anteil an Nährstoffen erhalten bleibt und künstliches Zufügen nicht nötig ist.

Das Futter quillt nicht auf, sondern zerfällt.



Feuchtfutter (Dosen)

Die Rohstoffe werden „eingekocht“ und für längere Zeit auf mindestens 138°C erhitzt. Dadurch werden sowohl viele der natürlichen Nährstoffe abgetötet, als auch die lebenswichtigen essentiellen Fettsäuren in ihrer Funktion geschädigt. Diese werden in den meisten Fällen anschließend wieder künstlich zugesetzt. Es gibt inzwischen aber auch schonender hergestellte Dosenfutter. Ein Vorteil ist der weitaus größere Flüssigkeitsanteil, der gerade bei Tieren die von sich aus nicht genug Wasser aufnehmen eine große Rolle spielt.


Reinfleischdosen

Diese Dosen enthalten reines Fleisch, welches über kurze Zeit erhitzt wurde um es haltbarer zu machen. Hier muss, wie beim Barfen, noch mit Gemüse und evtl. Kohlenhydraten ergänzt werden um eine ausgeglichene Mahlzeit zu gewährleisten. Reinfleischdosen können eine Alternative zum Barfen sein, wenn kein rohes Fleisch gewünscht ist. Genau wie beim Dosenfutter ist hier der Flüssigkeitsanteil in der Nahrung deutlich höher als beim Trockenfutter.


Rohfütterung (Barfen)

Das Barfen ist wohl die Art der Fütterung, die der ursprünglichen Ernährung unserer Hunde (nämlich der des Wolfes) am Nächsten kommt. Hier ist allerdings auf Abwechslung zu achten. Mangelerscheinungen müssen durch Ausgewogenheit und Abwechslung verhindert werden. Beim Barfen werden die einzelnen Futterkomponenten roh gegeben.


Kochen

Das Kochen ist mit der Nassfütterung aus Dosen vergleichbar. Jedoch wird praktisch eine eigene „Dosennahrung“ kreiert. Gleichzeitig bieten sich einem mehr Freiheiten bei der Auswahl der Inhaltsstoffe. Der Zeitaufwand ist hier deutlich höher und auch hier liegt die Ausgewogenheit in der eigenen Verantwortung. Die Nährstoffe die beim Kochen abgetötet werden, müssen anschließend wieder ergänzt werden.


„Allesfütterung“

Hier wird gewechselt. Mal gibt es Barf, mal eine Dose und wenn es schnell gehen muss auch mal etwas Trockenfutter. Gerade diese Art der Ernährung bietet zwar Abwechslung, ist aber nicht für alle Hunde geeignet. Sensible Verdauungssysteme können mit den unterschiedlichen Arten und Verdaulichkeiten überfordert sein und es kann zu Verdauungsstörungen kommen.


„Die-das-was-übrig-bleibt-Fütterung“

Der Hund bekommt das, was beim Abendessen von Frauchen und Herrchen übrig geblieben ist. Mal ist das etwas Eintopf, mal etwas Fisch. Ab und an vielleicht auch einfach mal das was der Kühlschrank so her gibt.

Ergänzungsfuttermittel beim Barfen

Sinn oder Unsinn?
Ergänzungsfuttermittel beim Barfen

Auch wenn es inzwischen wohl schon hunderte verschiedene Wege, Arten und Ansichten gibt wie man seinen Hund am gesündesten und ausgeglichensten ernährt, sind sich fast alle einig, wenn es um den dahinterstehenden Sinn geht: Dem Tier soll es damit gut gehen und ich will selbst entscheiden, was ich füttere! Die einen Barfen, die nächsten kochen und andere nennen sich Frischfütterer.

Allen gemeinsam ist wohl die naturnahe Ernährung ohne Chemie, versteckte Schadstoffe, Krankheitserreger oder Abfall, der als Futtermittel getarnt ist wichtig.


Doch so löblich dieser Vorsatz auch ist, betrachten wir einmal die Grundnahrungsmittel, auf die auch unsere Tiere angewiesen sind, wird klar:

Eine komplette Versorgung nur auf der Basis von Fleisch und Gemüse wird schwierig. Man darf auch nicht vergessen, dass mit wenigen Ausnahmen die Tiere, die für das Futter verwendet werden, nicht mehr die Vielfalt an wichtigen Nährstoffen, sekundären Pflanzenstoffe etc. in ihrer Nahrung vorfinden und sie somit auch eine Stufe höher in der Nahrungskette fehlen. Wer sich selber Schafe und Kühe hält, diese auf intakten Kräuterwiesen grasen lässt und seine Hunde dann von diesen Tieren barft, der wird kaum Ergänzungen brauchen. Aber das können wohl leider nur die wenigsten.

Kurzum: Will man, dass es seinem Liebling an nichts fehlt, muss man hier und da wohl etwas tricksen! Doch es bleibt die Qual der Wahl. Die Auswahl ist auch hier riesig. Über Konzeptprodukte  bis hin zu Einzelsupplementen, um alles selbst zusammenstellen zu können, ist alles vertreten.



Wichtig ist, sich über sein eigenes Fütterungskonzept klar zu sein. Möchte ich Knochen füttern oder lieber nicht? Komme ich mit dem Verfüttern von Innereien klar? Treibt mir der Geruch von frischem Pansen die Tränen in die Augen?

Je nachdem, was ich zur Fütterung kategorisch ausschließe, müssen dementsprechend Ergänzungen zugefüttert oder die fehlenden Nährstoffe durch andere Futterbestandteile zugeführt werden. Passiert dies nicht, sind die Folgen über kurz oder lang eine Unterversorgung und Mangelerscheinungen, die schwerwiegende Folgen haben können.

So können beim Barfen Calcium-Ergänzungen bei Knochenunverträglichkeit nicht nur nützlich, sondern zwingend notwendig sein.


Unsichere Anfänger, die sich mit dem Beginnen schwer tun, aus Angst etwas falsch zu machen, können genau wie Barfer mit langjähriger Erfahrung von sinnvoll zusammengestellten Konzeptprodukten profitieren. Diese enthalten eine Zusammenstellung von allen wichtigen Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen bei denen sonst, aus oben angeführtem Grund, ein Mangel zu befürchten wäre. Diese Grundversorgung nimmt einen großen Teil der Angst vor dem falschen Füttern. Denn Schaden möchte natürlich keiner der Herrchen/Frauchen, die diesen viel diskutierten Weg jenseits der Fertigfuttermittel gehen, seinem geliebtem Tier.

Doch auch wenn ich weiß, was ich ergänzen möchte, bleibt noch die Qual der Wahl. Viele Tierbesitzer sind völlig überfordert und greifen vielleicht zum erstbesten. Häufig sind dies leider Ergänzungsfuttermittel, die zwar eine optimale Versorgung versprechen, doch erreicht wird dies wiederum durch den Zusatz von künstlichen Vitaminen und Mineralien. Wenn man nun einmal darüber nachdenkt, wieso sich die meisten Hundefreunde zum Barfen entschlossen haben, nämlich um naturnah zu füttern und um auf alles künstliche zu verzichten, was die Industrie so untermischt – also ein Widerspruch in sich! Es macht wenig Sinn, Fleisch frisch vom Schlachter zu beziehen, sich lange erkundigt zu haben, wo es herkommt und wie die Tiere aufwachsen und gefüttert werden, vielleicht sogar BIO-Gemüse dabei zu geben und dann aber das Mineralpulver zu wählen, mit der langen Liste bei den Zusatzstoffen.


Fazit

Weniger ist oft mehr! Informieren Sie sich über Ihre Ergänzungsfuttermittel ebenso, wie Sie es auch beim Futter oder Fleisch tun würden. Machen Sie sich gerade für den Anfang einen Futterplan und schauen Sie dann, wo die Schwachstellen sind und was ergänzt werden muss. Gerade sinnvoll zusammengestellte Konzeptprodukte können das Barfen um einiges erleichtern und die Angst nehmen, etwas wichtiges zu vergessen.

In der heutigen Zeit der Industrialisierung ist es fast unmöglich, seine Tiere noch mit allem zu versorgen, ohne dabei auf natürliche Ergänzungsfuttermittel zurückgreifen zu müssen. Doch auch hier gilt: So viel wie nötig und so wenig wie möglich. Die Natur bietet uns tausende Möglichkeiten und Lösungsansätze – wir müssen sie nur nutzen und annehmen!

Öle in der Ernährung

Fettsäuren (Ölfütterung) in der Hundeernährung

was sollte gefüttert werden um Mängel zu vermeiden?

Es gibt Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.

Jeder Hund braucht zum Leben Fettsäuren, von denen er fast alle selbst herstellen kann. Bis auf zwei: die Omega-6-Fettsäure Linolsäure und die Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure. Diese beiden mehrfach ungesättigten Fettsäuren werden als essenziell bezeichnet, da sie von außen (mit der Nahrung) zugeführt werden müssen.


Omega-6-Fettsäuren

Die wichtigsten Omega-6-Fettsäuren sind die Arachidonsäure, die Linolsäure und die Gamma-Linolensäure. Sie beeinflussen viele Funktionen des Körpers auf ähnliche Weise, unterscheiden sich aber auch in einigen Wirkungen. Eine gute Versorgung mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist allgemein positiv für viele Körperprozesse. Omega-6-Fettsäuren sind beispielsweise für das Wachstum, zur Wundheilung oder zur Infektionsabwehr notwendig. Omega-6-Fettsäuren sind in tierischen und pflanzlichen Fetten enthalten.

Übliche Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Omega-6-Fettsäuren:

  • Pflanzenöl kaltgepresst
  • Eigelb
  • Sonnenblumenkerne
  • Fleisch
  • Truthahn -und Hühnerfett

Linolsäure ist die mengenmäßig bedeutsamste Omega-6-Fettsäure. Aus ihr wird zum Beispiel Arachidon- und Gamma-Linolensäure gebaut. Zudem ist sie die Vorstufe für weitere Fettsäuren.

Ein Mangel an Omega-6-Fettsäuren ist äußerst selten. Zum einen enthalten viele Futtermittel (Fleisch) Omega-6-Fettsäuren, zum anderen kann der Körper Linolsäure gut speichern. Kommt es dennoch zu einem Mangel, weisen folgende Symptome darauf hin:

  • verzögertes Wachstum
  • gestörte Wundheilung
  • verminderte Fruchtbarkeit
  • Fettleber
  • Anämie
  • Infektanfälligkeit

Omega-3-Fettsäuren

Eicosapentaensäure (EPA)

Docasahexaensäure (DHA)

Alpha-Linolensäure (ALA)

EPA, DHA

Die Fettsäure Eicosapentaensäure (EPA) ist die Grundlage für die Bildung von Eicosanoiden. Diese spielen unter anderem eine wichtige Rolle im Immunsystem und in der Blutgerinnung. Docasahexaensäure (DHA) ist wichtiger Bestandteil von Membranen z.B. im Nervensystem, wirkt als Radikalfänger und kann Blutgefäße erweitern. Omega-3-Fettsäuren sind entzündungshemmend und können, bei regelmäßiger Verabreichung, nachhaltig zur Verbesserung des Immunsystems beitragen. Die Häufigkeit von Entzündungen wird bei Langzeitanwendung häufig deutlich verringert.


ALA

ALA (Alpha- Linolensäure) ist eine essenzielle Fettsäure. Aus ihr können die beiden anderen (DHA und EHA) durch Aufspaltung synthetisiert werden. Allerdings ist die Effizienz nicht sonderlich hoch und abhängig von der aufgenommenen Menge.

Ältere Hunde können in vielen Fällen durch eine verminderte Aktivität von Enzymen sowohl Linolsäure (=essenzielle Omega-6-FS) als auch Alpha-Linolensäure (= essenzielle Omega-3-FS) nicht mehr in DHA und EPA überführen.

Zu beachten ist hier, dass mit zunehmendem Alter eine Zunahme entzündlicher Botenstoffe im Stoffwechsel begünstigt wird, und sich damit Entzündungsrisiken ebenso wie typische Alterskrankheiten erhöhen. Hier kann durch die Beigabe von Omega-3-Fettsäuren das Fettsäurenverhältnis im Stoffwechsel des Tieres deutlich verbessert und die Entzündungsrisiken gesenkt werden.

Übliche Lebensmittel mit hohem Gehalt an Omega-3-Fettsäuren:

  • Leinöl
  • Rapsöl
  • Fisch
  • Lachsöl

Symptome eines Mangels an Omega-3-Fettsäuren sind:

  • Müdigkeit
  • Gelenkschmerzen
  • Trockenes Fell
  • Brüchige Nägel
  • Flockige, trockene, juckende Haut


Fazit

Auch bei Hunden müssen wir eine gesunde Mischung aus Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in der Ernährung gewährleisten. Zu viel Omega-6 (aufgrund von Fleisch) steht in Verdacht eine Entzündungsneigung zu begünstigen.

Fettsäuremangel Allgemein

Essenzielle Fettsäuren sind neben den oben genannten Funktionen unentbehrlich für die Regulation der Wasserausscheidung durch die Haut. Ein Mangel an essenziellen Fettsäuren macht sich daher meist zuerst am Hautbild bemerkbar. Folgende Symptome sind bekannt:

  • verzögerte Wundheilung
  • trockenes, glanzloses Fell
  • schuppige Haut
  • nässende Hautentzündungen, vor allem im äußeren Gehörgang und zwischen den Zehen
  • Juckreiz
  • Abmagerung (bei schwerem, langanhaltendem Fettsäuremangel)
  • übermäßige Verhornung (Hyperkeratose)
  • Haarausfall (Alopezie)
  • gesteigerte Blutungsneigung durch einen Mangel an Blutplättchen
  • Wachstumsstörungen

Natürliche Mineralstoffe

Optimale Versorgung mit lebenswichtigen Mineralstoffen

Für Hunde sind natürliche Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine ein lebensnotwendiger Bestandteil der Fütterung. Diese Qualität können synthetisch zugesetzte Stoffe nicht leisten, weshalb bei der Fütterung von Hunden zwingend auf einen ausreichenden Anteil natürlicher Mineralstoffe geachtet werden sollte.

Hunde können über einen längeren Zeitraum ohne Mineralstoffe gesund bleiben. Eine natürliche Versorgung mit Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen für Hunde, ist daher vor folgendem Hintergrund unerlässlich.


Ausgewogene Versorgung mit natürlichen Nährstoffen

Dass eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen und Spurenelementen für die Gesundheit aller Lebewesen unerlässlich ist, ist hinlänglich bekannt. Justus von Liebig, einer der bedeutendsten deutschen Naturwissenschaftler, hat die Notwendigkeit einer ausreichenden Nährstoffversorgung bereits im 19. Jahrhundert in seinem „Gesetz vom Minimum“ verdeutlicht. Er publizierte, dass die Entwicklung eines Organismus von der Verfügbarkeit des knappsten Nährstoffs abhängt.

Anschaulich beschrieben werden kann dies anhand eines Fasses. Das gefüllte Fass stellt den Nährstoffbedarf dar. Jede Daube des Fasses steht für einen Nährstoff. Der knappste Nährstoff wird durch die kürzeste Daube symbolisiert und ist damit der Minimumfaktor. Der Wasserstand des Fasses kann nicht über die Höhe dieser Daube steigen, unabhängig vom Niveau der übrigen Nährstoffe. Um die Versorgung des Hundes zu verbessern ist es also erforderlich, immer genau den am wenigsten vorhandenen Nährstoff zuzuführen. Bildlich gesprochen würde sich diese Daube dann verlängern und sich damit das Volumen des Fasses erhöhen.


Sind die Hunde reine Fleischfresser?

Hunde sind keine reinen Fleischfresser. Hunde, gleich welcher Hunderasse sie angehören, sind direkte Nachkommen des Wolfes, der wiederum in der freien Natur Tiere reißt und nahezu vollständig verwertet. Fast alle Bestandteile der Risse wurden gefressen (Fleisch, Därme, Innereien, Knochen, Pansen, vorverdautes Gras, Blut, Fell, Federn usw.). In der dargestellten vielfältigen Zusammensetzung sind auch pflanzliche Bestandteile, welche Hunde zur Ernährung und Gesunderhaltung benötigen, enthalten. Insbesondere beim Barfen ist es daher essentiell, auch Kräuter, Obst und Gemüse sowie Öle als natürliche Mineralstoffquellen zu füttern.

Es steht zweifelsfrei fest, dass natürliche Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren & Vitamine für Wohlergehen und Gesundheit unserer Vierbeiner unentbehrlich sind. Neben der Aufnahme von Mineralstoffen, Aminosäuren, Vitaminen und Spurenelementen ist auch ein ausgewogenes Verhältnis der Nährstoffe von höchster Bedeutung. In organisch verfügbarer, ausgeglichener Form wird dadurch die Symbiose des Darms aufrechterhalten, das Säure-Basen Gleichgewicht reguliert und so das Immunsystem des Tieres gestärkt. Nur ein intaktes Immunsystem wiederum kann Krankheitserreger langfristig erfolgreich abwehren.


Warum ist eine ausgewogene Mineralstoffversorgung so wichtig?

Für ihre Versorgung benötigen Hunde viele verschiedene Mineralstoffe und Spurenelemente (Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Chlor, Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Selen, Schwefel etc.). Nur eine dem Bedarf entsprechende Versorgung von Hunden mit Nährstoffen unterstützt und aktiviert den gesamten Stoffwechsel unserer Hunde. Entsteht ein Mangel an Mineralstoffen, so kann sich dies in zahlreichen gesundheitlichen Problemen äußern. Im Organismus wirken Mineralien basisch. So gleichen sie Übersäuerungszustände aus und leisten einen wichtigen Beitrag für einen ausgeglichenen Säuren-Basen-Haushalt. Ist das Verhältnis von Säuren und Basen nicht im Gleichgewicht, so kann dies Ursache vieler Erkrankungen sein. Eine weitere wichtige Rolle kommt den Mineralstoffen bei der Entgiftung des Körpers bzw. der Unterstützung der Entgiftungsorgane zu. Mineralstoffe und Spurenelemente helfen, das körpereigene Schutzsystem aufzubauen und im Gleichgewicht zu halten.

Natürliche Mineralien, Spurenelemente und Vitamine können dabei von den Hunden besser verwertet und aufgeschlossen werden als es bei synthetischen Zusatzstoffen der Fall ist. Entscheidend für eine sinnvolle und ausreichende Versorgung des Hundes mit Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen ist also sowohl eine quantitativ ausreichende Versorgung mit den einzelnen Elementen als auch eine qualitativ hochwertige Versorgung, da der Bedarf nur gedeckt werden kann, wenn die Verfügbarkeit bzw. Verwertbarkeit gesichert ist. Das ist aus den beschriebenen Gründen bei natürlichen Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen weitaus eher der Fall, als es bei synthetischen Stoffen der Fall wäre. Eine These, die in unzähligen wissenschaftlichen Untersuchungen belegt werden konnte.


Was geschieht bei einer Überversorgung mit Micronährstoffen?

Leider sind bis heute viele Hundehalter der Meinung, Mangelerscheinungen bei ihren Hunden beheben zu können, wenn sie nur ausreichend synthetische Zusatzstoffe füttern. Besonders betroffen sind davon Hunde, die auch im Sport unterwegs sind. Das ist jedoch ein Trugschluss, denn bei der genannten Fütterungsform entstehen Überversorgungen und Imbalacen, welche die Gesundheit der Hunde sogar teilweise erheblich beeinträchtigen können. Vor der Domestikation haben sich Raubtiere wie Wölfe (als Vorfahr des Hundes) von Beutetieren ernährt, die wiederum in der Regel Pflanzenfresser waren. Deren Mageninhalt bestand somit in der Regel auch aus Kräutern und Pflanzenbestandteilen. Leider will uns die Werbung seit Jahren vermitteln, dass unsere Hunde ohne synthetische Stoffe Mangelerscheinungen bekommen, die sie krank werden lassen. In vielen Fällen sind diese Aussagen soweit in unser menschliches Gehirn vorgedrungen und uneingeschränkt übernommen worden, dass es schwer fällt, anders zu argumentieren.

Viele wissenschaftliche Studien haben jedoch gezeigt, dass Hunde, die ohne synthetische Zusatzstoffe ernährt werden, gesünder bleiben und auch keine Mangelerscheinungen aufweisen, solange man für eine ausreichende Versorgung mit natürlichen Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen sorgt. Auf solche Weise können auch Überversorgungen vermieden werden, da im Gegensatz zu synthetischen Nährstoffen natürliche Mikronährstoffe, sofern sie nicht benötigt werden, ganz einfach vom Organismus wieder ausgeschieden werden können.


Welche Folgen hat eine Überversorgung?

Es ist unbestritten, dass eine Unterversorgung mit Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelemente zu einer Beeinträchtigung wichtiger Körperfunktionen kommt. Dass eine Überversorgung ebenfalls zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen kann, wird dagegen vielfach völlig unterschätzt. Eine langfristige Überversorgung mit einzelnen Nährstoffen kann zu Vergiftungserscheinungen führen. Bei Hunden macht sich das vielfach durch Symptome wie Durchfall und Erbrechen bemerkbar. Daneben wirkt es sich oftmals auch sehr problematisch auf die primären und sekundären Entgiftungsorgane des tierischen Körpers aus. Nicht nur Leber und Nieren müssen dann Schwerstarbeit leisten, sondern auch die Haut, das größte Organ der Tiere wird durch eine Überversorgung mit Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen in Mitleidenschaft gezogen. Als sekundäres Entgiftungsorgan muss sie Arbeiten übernehmen, die von den primären Entgiftungsorganen wie Leber und Niere nicht mehr im ausreichenden Maße geleistet werden können. Hautprobleme wir Juckreiz und Ekzeme können hier eine Folge sein. Auch die Lunge kann von einer derartigen Überversorgung betroffen sein. Atemwegsproblematiken können hier eine Folge sein. Leider werden derartige Symptome aber in vielen Fällen falsch interpretiert und die Überversorgung – insbesondere mit synthetischen Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen – wird nicht als Ursachen des Dilemmas wahrgenommen.

Die Überversorgung mit Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen hat ihre Ursachen aber häufig auch in dem unmittelbaren Verdauungsprozess. Bei der Verdauung dieser Produkte kommt es nicht selten zu Konkurrenzsituationen. Das bedeutet, dass die einzelnen Mineralstoffe im Darm unterschiedlich gut aufgenommen werden und dem Körper so auch in unterschiedlicher Form zur Verfügung stehen.


Was bedeutet das für die Fütterung?

Der verantwortungsbewusste Besitzer von Hunden möchte seinen Hund sicherlich möglichst optimal und ausgewogen ernähren. Neben der bereits beschriebenen Problematik, dass Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente im Verdauungstrakt miteinander konkurrieren, kommen zwei weitere Phänomene erschwerend hinzu. Der Bedarf des Hundes hängt von verschiedensten Faktoren wie Alter, Witterungsbedingungen, körperliche Belastung etc. ab und kann deshalb stark schwanken. Fütterungstabellen sind daher nur eingeschränkt nutzbar bzw. müssten auf die jeweiligen äußeren Lebensumstände und die Lebenssituation des Hundes abgestimmt werden. Darüber hinaus gilt es zu berücksichtigen, dass diese Fütterungshinweise und Futtertabellen als solche nicht konstant sind. Wissenschaftliche Studien und Erkenntnisse führen regelmäßig dazu, dass sich die Fütterungsempfehlungen bei Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen wie auch bei anderen Parametern ändern. Hundebesitzer, welche in guter Absicht, Futterpläne berechnen, haben damit vielfach eine Lebensaufgabe. Leider führt sie am Ende nicht selten zu dem Ergebnis, dass das Tier trotz aller Mühen eher kranker als gesünder wird.


Fazit

Die Schlussfolgerung kann daher nur sein, auf eine durchgängig natürliche Versorgung von Hunden zu setzen. Im Gegensatz zu synthetischen Mineralstoffen wirken natürliche Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine basisch. So werden Übersäuerungszustände neutralisiert und tragen zu einem ausgeglichenen Säuren-Basen-Haushalt bei. Ein ausgewogener Säure-Base-Haushalt ist sehr wichtig für den Magen-Darm-Trakt. Dies betrifft nicht nur die Verdauung als solche, sondern insbesondere auch das Immunsystem. Denn das Immunsystem liegt zu wesentlichen Teilen im Darm. Eine Schwächung des Immunsystems kann viele weitere Krankheitserscheinungen mit sich bringen. Ist das Immunsystem geschwächt, stehen Bakterien, Viren und Pilzen „Tür und Tor weit offen“. Infektionskrankheiten sind oftmals die Folge, verbunden mit einer erheblichen körperlichen Schwächung des Hundes. Da natürliche Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente im Falle einer Überversorgung relativ unproblematisch vom Körper ausgeschieden werden können, ist eine natürliche Ernährung die eigentliche Basis für ausgewogene, gesunde Ernährung der Hunde. Natürliche Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente sorgen für erforderliche Ernährungsgrundlagen, um ein vitales Hundeleben zu ermöglichen. Gleichzeitig werden lebensnotwendige Organe, insbesondere primären und sekundären Entgiftungsorgane wie Leber, Niere, Haut etc. nicht zusätzlich belastet. So können sich, bedingt durch eine gute Versorgung mit Mineralstoffen und Mikronährstoffen, alle genannten Organe ihrer eigentlichen Hauptaufgabe widmen und einen zusätzlichen Beitrag zur Gesunderhaltung der Hunde leisten.

Unser Hund – ein Fleischfresser

Vegetarische Hundeernährung

Leider gibt es seit ein paar Jahren einen neuen beunruhigenden Trend. Es ist wohl „IN“ Hunde vegetarisch oder gar Vegan zu ernähren. Dieses ist Schwierig und kann zu starken Mangelerscheinungen beim Hund führen, da der Schlüsselreiz für die Produktion der Magensäure beim Hund das Fleisch (Protein) ist.

Diese Säure wird benötigt um Fleisch und Knochen für den Darm verwertbar zu machen.  Dies ist ein wichtiger Aspekt beim Verständnis einer artgerechten Ernährung.  Der Darm eines Hundes ist im Verhältnis zur Körperlänge fast siebenmal so lang, der Darm eines Pflanzenfressers ist fast 14 mal so lang wie die Körperlänge. Daher erschließt sich schon das der Fleischfresser von seiner Anatomie her gar nicht auf den langen Aufschlüsslungsprozesse und die langwierige Aufspaltung von hohen Mengen Getreide eingestellt ist. Jede Tierart ist von Natur aus auf eine bestimmte Ernährungsweise ein­gerichtet. Dies war kein Prozess von heute auf morgen, sondern im Laufe einer langen Entwicklungszeit.


Die Fleischfresser wie Hunde haben sich darauf spezialisiert, Tiere zu erlegen, und sind deshalb auf die Verdauung und Verwertung tierischer Proteine und Fette spezialisiert.